Hier unser Grusswort auf der Gedenkveranstaltung am Samstag Nachmittag.
Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher der Mahn und Gedenkveranstaltung in Stukenbrock. Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten, Genossinnen undGenossen
Wie in jedem Jahr treffen wir uns hier, um an den Gräbern der durch den Nazi-Terror ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen und ZwangsarbeiterInnen den Antikriegstag zu begehen.
In diesem Jahr ist etwas anders. Na klar, die Teilnehmenden des Camps bekommen jedes Jahr die Geschichte zu hören, warum das Jugendcamp einst vor über 35 Jahren ins Leben gerufen wurde. Anlass war damals eine Friedhofsschändung durch Nazis. Um solche Übergriffe in der Zukunft zu verhindern, wurde das Jugendzeltlager gegründet. Natürlich stand die Bedrohung mehr und mehr im Hintergrund, das Camp wurde zu einem „antifaschistischen Familientreffen“ mit Seminarcharakter. Zwar kam es immer wieder mal zu kleinen Störungen des Camps von außen, meistens durch Dorfjugendliche, die uns als Eindringlinge empfanden. Wir wurden bedroht, mit Eiern beworfen, auch unsere rote Fahne wurde geklaut, Autos aufgebrochen, Musikanlagen entwendet und auch schon mal Nazilieder gegröhlt. Und von Beginn an wurden wir auch ausdauernd von verschiedensten Abteilungen der Staatsmacht besucht und „beschützt“. [..weiterlesen]