Neues Jahr, neues Camp

Wenig überraschend wird es auch in diesem Jahr wieder ein Antifa Workcamp rund um die Gedenkveranstaltung in Stukenbrock zum Antikriegstag geben.
Wir haben inzwischen mit unseren Vorbereitungen begonnen, diverse Referenten und auch Zeitzeugen werden aktuell angefragt.

Wir treffen uns Ende Mai wieder, dann wird das diesjährige Programm wieder etwas konkreter.

Stay tuned.

Zeitzeugengespräch 2012

Im September 2012 war der Zeitzeuge Hugo Adolf Höllenreiner.zu Gast auf unserem Camp und hat uns von seiner Geschichte als Sinto während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erzählt.

Er wurde am 16. März 1943 in das Zigeunerlager Auschwitz deportiert, wo Josef Mengele ihn und seinen Bruder mit brutalen medizinischen Experimenten quälte. Über die Lager Ravensbrück und Mauthausen kam Hugo Höllenreiner nach Bergen-Belsen. Er, seine fünf Geschwister und beide Eltern überlebten die Verfolgung der Sinti im Dritten Reich. Seit den späten 1990er Jahren berichtete er in zahlreichen Vorträgen als Zeitzeuge über seine Erlebnisse.

Aufnahmedauer: 30 Minuten

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Unser Zeitzeuge 2012: Hugo Höllenreiner

Auch in diesem Jahr haben wir es wiede geschafft und können einen Zeitzeugen auf dem Antifa Workcamp willkommen heißen. Am Samstag (vorabend), 1.9., erzählt Hugo Höllenreiner aus seinem Leben als Sinto im Nationalsozialismus, von Auschwitz und wie mit ihm umgegangen wurde.

Zu seiner Person:

Hugo Adolf Höllenreiner (* 15. September 1933 in München) ist ein Zeitzeuge für die Verfolgung der Sinti während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.Höllenreiners Eltern wählten den zweiten Vornamen ihres Sohnes, um ihn damit vor der aufziehenden Bedrohung
durch die Nazis zu schützen. Er wurde trotzdem am 16. März 1943[1] in das Zigeunerlager Auschwitz deportiert, wo Josef Mengele ihn und seinen Bruder mit brutalen medizinischen Experimenten quälte. Über die Lager Ravensbrück und Mauthausen kam Höllenreiner nach Bergen-Belsen. Er, seine fünf Geschwister und beide Eltern überlebten die Verfolgung der Sinti im Dritten Reich. Seit den späten 1990er Jahren berichtete Höllenreiner in zahlreichen Vorträgen als Zeitzeuge über seine Erlebnisse. Höllenreiner lebt in Ingolstadt.

In einer Reihe von Interviews erzählte Höllenreiner auch der Autorin Anja Tuckermann von seinem Schicksal während des Nationalsozialismus. Diese erhielt für das Buch *„Denk nicht, wir bleiben hier!“ Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner* über sein Leben 2006 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Das Buch war zudem für den Geschwister-Scholl-Preis
2006 nominiert und ist auf der Kinder- und Jugendbuchliste Sommer 2008 von Radio Bremen und dem Saarländischen Rundfunk.
Über Höllenreiners Schicksal wurde 2007 der Dokumentarfilm Angelus Mortisgedreht. Adrian Coriolan Gaspar führte ab 2008 eigene Interviews mit Höllenreiner und setzte dessen Erinnerungen musikalisch in seinem ersten Orchesterwerk *Symphonia Romani - Bari Duk* um, einem Oratorium für Solo Bass, gemischten Chor und Orchester.

Revolutionäre Frauen - Biografien und Stencil-Workshop

Das Queen of the Neighbourhood Collective versorgt die nach revolutionären Stencils hungrigen Straßen mit neuem feministischen Glanz und macht sich über die Che-Effekte in der westlichen Kulturindustrie lustig. In Schrift und Bild portraitiert werden dreißig Aktivistinnen, Anarchistinnen, Feministinnen, Freiheitskämpferinnen und Visionärinnen:

Harriet Tubman, Louise Michel, Vera Zasulich, Emma Goldman, Qiu Jin, Nora Connolly O’Brien, Lucia Sanchez Saornil, Angela Davis, Leila Khaled, Comandante Ramona, Phoolan Devi, Ani Pachen, Anna Mae Aquash, Hannie Schaft, Rosa Luxemburg, Brigitte Mohnhaupt, Lolita Lebron, Djamila Bouhired, Malalai Joya, Vandana Shiva, Olive Morris, Assata Shakur, Sylvia Rivera, Haydée Santamaría, Marie Equi, Mother Jones, Doria Shafik, Ondina Peteani, Whina Cooper und Lucy Parsons.

Queen of the Neighbourhood Collectiv
Das Queen of the Neighbourhood Collective (Aotearoa/Neuseeland), ein Kollektiv aus Schriftstellerinnen, Forscherinnen, Redakteurinnen und Grafikdesignerinnen, sind Tui Gordon, Hoyden, Melissa Steiner, Anna Kelliher, Rachel Bell, Anna-Claire Hunter und Janet McAllister und einige ausgewählte Freundinnen und Mitstreiterinnen.

Wer sich ein*e T-Shirt/Tasche/Jacke/Kühlschranktür mit einem Stencil veredeln möchte, müsste sich ein*e ebensolche*s mitbringen! Sonstiges benötigtes Material ist am Start.

Als Referentin kommt eine Lektorin des Buches vom Verlag Edition Assemblage (Münster).

Das Programm 2012 steht

Wir waren die ersten Monate dieses Jahres wieder fleißig und haben inzwischen das Programm für unser Camp im September 2012 zusammengestellt.
Wie immer kann bei den Referenzen und altersbedingt natürlich bei unserem Zeitzeugen kurzfristig was dazwischenkommen, so dass es evtl. noch Änderungen geben könnte.

Unser Programm 2012

neues Jahr, neues Camp

Der Winter ist vorbei, für uns gehen jetzt die ersten Vorbereitungen fuer das Antifa-Workcamp 2012 los. In diesem Jahr finde das Camp am

31.08 - 02.09.2012

statt. Save the date. Unsere ersten Ideen versprechen ein tolles Wochenende mit einem sehr interessanten Programm. Aber noch steht außer dem Datum noch nicht viel fest, darum wird auch noch nichts verraten.
Troztdem nehmen wir eure Ideen und Vorschläge gerne entgegen. Einfach ins Kontaktforumlar tippen, dann kommt das sofort bei uns an.

über 100 Anmeldungen

Es freut uns wirklich sehr dass diese Woche die Anzahl der Anmeldungen dreistellig geworden ist. Inzwischen haben sich über 100 Menschen für unser Camp angemeldet und bekanntlich kommen auch immer noch ein paar unangemeldete Besucher.
Schön zu sehen das wir auch dieses Jahr wieder ein spannendes Programm für euch zusammengestellt haben und ihr euch so zahlreich dafür interessiert.

Wir sehen uns also alle am ersten September-Wochenende in Stukenbrock.

Programm 2011 steht

Das Programm des Camps 2011 steht nun fest. Einige Details sind noch nicht ganz sicher und kurzfristig kann es noch zu Änderungen kommen. Guckt also regelmäßig mal vorbei.

Antifa Workcamp 2011

Auch in diesem Jahr findet natürlich wieder unser Antifa Workcamp in der Senne statt. Bis zum September ist natürlich noch genug Zeit, aber wir beginnen langsam mit den Vorbereitungen. Den Termin könnt ihr euch aber schon mal notieren:

2. bis 4. September 2011

Die ganz frühen Vögel können sich natürlich jetzt schon hier anmelden, aber ihr habt natürlich noch genug Zeit ;-)

Grusswort des Antifa Workcamps

Hier unser Grusswort auf der Gedenkveranstaltung am Samstag Nachmittag.

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher der Mahn und Gedenkveranstaltung in Stukenbrock. Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten, Genossinnen undGenossen

Wie in jedem Jahr treffen wir uns hier, um an den Gräbern der durch den Nazi-Terror ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen und ZwangsarbeiterInnen den Antikriegstag zu begehen.
In diesem Jahr ist etwas anders. Na klar, die Teilnehmenden des Camps bekommen jedes Jahr die Geschichte zu hören, warum das Jugendcamp einst vor über 35 Jahren ins Leben gerufen wurde. Anlass war damals eine Friedhofsschändung durch Nazis. Um solche Übergriffe in der Zukunft zu verhindern, wurde das Jugendzeltlager gegründet. Natürlich stand die Bedrohung mehr und mehr im Hintergrund, das Camp wurde zu einem „antifaschistischen Familientreffen“ mit Seminarcharakter. Zwar kam es immer wieder mal zu kleinen Störungen des Camps von außen, meistens durch Dorfjugendliche, die uns als Eindringlinge empfanden. Wir wurden bedroht, mit Eiern beworfen, auch unsere rote Fahne wurde geklaut, Autos aufgebrochen, Musikanlagen entwendet und auch schon mal Nazilieder gegröhlt. Und von Beginn an wurden wir auch ausdauernd von verschiedensten Abteilungen der Staatsmacht besucht und „beschützt“. [..weiterlesen]